Wettbewerb
Ortsbürgerspital St.Gallen
Beim Bürgerspital St. Gallen an der Strasse nach Rorschach, das 1840 von Architekt Johann Christoph Kunkler im Auftrag der Ortsbürger erbaut wurde, handelt es sich um ein langgezogenes, achsialsymmetrisch angelegtes Haus mit zentralem Eingang, Eckrisaliten und einer um ein Geschoss erhöhten, von zwei weiteren Risaliten betonten Gebäudemitte. Hervorzuheben ist die grosszügige städtebauliche Setzung zwischen einem weiten Park im Süden und einem Grünraum zur Strasse hin, die sich im Inneren des Hauses fortsetzt: ein geräumiges Vestibül, eine Wandelhalle bei den drei Eingangsöffnungen und breite, gut belichtete Korridore bildeten einst das grosszügige Rückgrat der Anlage. Das Gebäude ist bis heute im Äusseren eindrücklich erhalten und markierte seinerzeit den Wechsel von der beengten Krankenpflege im Heiliggeistspital der Altstadt hin zu Licht, Luft und Platz in der Vorstadt. Das Bürgerspital diente ursprünglich als Kranken-, Arbeits-, Armen- und Pfrundanstalt und beherbergte diese vier Nutzungen in den Flügeln und Risaliten des Hauses. Es dient seit langem nicht mehr als Anstalt für unfreiwillig untergebrachte Patientinnen und Insassen, sondern wird heute als frei wählbares Alters- und Pflegeheim genutzt.




