Führung am 4.6.2026
Heinrich Graf als Altstadterneuerer
Beim Werk Heinrich Grafs in der St. Galler Altstadt, das sich über die Jahre 1958 bis 1987 erstreckt, handelt es sich um eine exemplarische Auseinandersetzung mit dem Bauen im historischen Bestand. Hervorzuheben ist die konsequente Verwendung der Passage als städtebauliches Element: Von der Weinburg über den Pilgerhof bis zum Haus Vita verbinden Grafs Durchgänge Gassen miteinander und verzahnen privaten mit öffentlichem Raum. Nach der Unterschutzstellung des Altstadtbilds 1978 verschiebt sich sein Schaffen von sichtbaren Neubauten hin zur Auskernung bestehender Häuser, wie beim Geschäftshaus Charles Vögele, wo hinter erhaltener Fassade ein zeitgemässes Ladengeschäft entsteht.





